
UPPER BLEISTEIN gestaltet aufwendige temporäre Skulpturen und Installationen, die durch ihr mitunter kurioses Eigenleben zur Interaktion auffordern. Für PLAYING THE CITY 3 verwandeln die drei Croissantfabrikanten den Tisch der Schirn Kunsthalle in ein Haus, dessen rätselhafter hausinterner Stoffwechsel von den Besuchern in Gang gesetzt werden kann.
Die dreiköpfige Künstlerinnengruppe Upper Bleistein macht aus dem Tisch ein Haus: Aufs Dach kommt ein Gewächshaus für heranwachsende Pflanzen, die Luftzufuhr funktioniert mittels einer beweglichen Hauswand und eines riesigen Blasebalgs. Dieses Bauwerk wartet und unterhält sich selbst, der hausinterne Stoffwechsel wird aber von Besuchern und Passanten in Gang gesetzt. Die drei Künstlerinnen kombinieren für diese Installation Fundstücke und Stadtauswürfe mit Hightechmaterialien – gebaut wird alles selbst. Das fertige Objekt besetzt einen prominenten Ort in der Frankfurter Innenstadt zwischen Dom und Römer, aber es dient weder dem Menschen, noch hat es eine konkrete städtische Funktion. Eröffnungsgäste und Passanten können durch Verschieben der Wand einen rätselhaften Luftkreislauf in Gang bringen, das Haus jedoch nicht betreten. Das Bauwerk funktioniert vielmehr als eigenständiger Organismus, der mitten ins Zentrum stadtplanerischer Höhenflüge und der Debatte um eine moderne Stadtentwicklung gepflanzt wird.
WANN: 11.-25. AUGUST 2011
WO: Außenbereich, SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
The three croissant makers from Upper Bleistein present what they have built
The artist group Upper Bleistein turns a table into a house: there is a greenhouse on the roof, air circulation is granted via a movable wall and a giant bellows. This building services and maintains itself. The in-house metabolism, however, is operated by viewers and passers-by. The three artists combine found objects and urban ejecta with high-tech materials – everything is homemade. The finished object occupies a prominent spot in Frankfurt’s city-center, between the Dome and Römer, though it is of no use to people, nor does it fulfill a specific urban function. Private view guests and passers-by can set into operation a mysterious air circuit, yet they can’t enter the house. The building rather works as a self-contained organism, planted right in the middle of urban planners flights of fancy, centering on the debate about modern town development.







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