Licht aus. Spot an.

SANS FAÇON, LIMELIGHT: SATURDAY NIGHT

 

Mehr zur Aktion erfahren

Mehr Infos, weiterempfehlen und kommentieren

Aleksandra Mir

*1967 in Lubin, Polen, lebt und arbeitet in London, Großbritannien
1994-96 Cultural Anthropology, Graduate Faculty, New School for Social Research, NYC.
1989-92 Media Arts, BFA, School of Visual Arts, NYC.
1986-87 Communication & Media studies, Schillerska/Gothenburg University, Gothenburg.

 

Nicht selten fordert die nomadische Künstlerin Aleksandra Mir die Grenzen heraus, die sich ihr, ihrer Arbeit und ihrem Umfeld entgegenstellen, um auf diese Weise etwas Neues und Unerwartetes zu erreichen. Das Scheitern ist für sie weniger das Gegenteil von Erfolg als vielmehr ein dem Prozess immanentes Gesetz, das sie und alle an dem jeweiligen Projekt Beteiligten gemeinsam betrifft. Für die Herstellung eines nicht nur ausstellbaren, sondern voll funktionsfähigen Riesenregenschirms ist nicht nur Budget notwendig, sondern genauso das technische know-how und die Bereitschaft eines Schirmmachers (The Big Umbrella, 2003/2004). Know-how war in enormem Maß auch für die Herstellung eines aufblasbaren Flugzeugs gefordert, das der Größe nach einem herkömmlichen Personenflugzeug entspricht und welches nach und nach an verschiedenen Orten installiert wurde (Plane Landing, 2003-ongoing).

Nicht nur Flugzeuge, sondern auch Raketen tauchen in Aleksandra Mirs Projekten immer wieder auf. Weniger geht es ihr dabei um das Objekt an sich, als vielmehr um die kulturelle Konnotation einer den Fortschrittsglauben, die Freiheit und die Unabhängigkeit des Individuums beschreibenden Zivilisation. Und nicht zuletzt um einen Phallozentrismus der westlichen, dominanten Welt. In einen solchen Kontext gehört auch eine ihrer frühen Aktionen (First Woman On The Moon, 1999), in der sie ein terrestrisches Habitat in den Niederlanden in eine Replik des Mondes verwandelte und sich selbst darauf als die weibliche Ausgabe von Neil Armstrong feiern ließ.

Im Jahr 2009 war Aleksandra Mir für die Schirn Kunsthalle schon einmal aktiv. In einer großen Einzelausstellung zeigten wir die Arbeit „Triumph“, die aus über 2.500 in ihrem damaligen Wohnsitz Sizilien gesammelten Sportpokalen bestand und ein kollektives Bild aus unterschiedlichen, individuellen Geschichten präsentierte. „Triumph“ kann als Archiv der populären Kultur der Gegenwart verstanden werden. Auf der je persönlichen Ebene verbindet sich in den Gefäßen das Glück der Siegreichen mit der Patina der Zeit und dem Versuch, diese Momente zu konservieren. Auch in diesem Projekt klingen ganz unterschiedliche Töne an, denen Aleksandra Mir ihre Aufmerksamkeit schenkt und die sie zu einer heterogenen Einheit verschweißt. Man hört in den Pokalen noch beinahe den Applaus, der der Leistung eines Menschen oder einer Gruppe zugesprochen wird und der sich in einem progressiven System niederschlägt. Und im gleichen Moment dekonstruieren die Pokale genau diese repräsentierte Leistung und landen irgendwann auf dem Müll.

Zur Aktion der Künstlerin

www.aleksandramir.info

 

*1967 in Lubin, Poland, lives and works in London, UK
1994 – 1996 Cultural Anthropology, The Graduate Facility, New School for Social Research, NYC.
1989 – 1992 Media Arts, BFA, School of Visual Arts, NYC.
1986 – 1987 Communication & Media studies, Schillerska/Gothenburg University, Gothenburg

 

Nomadic artist Aleksandra Mir frequently challenges the boundaries presented to her, her work and her environment to achieve something new and unexpected. For her, failure is not so much the opposite of success, but rather a law intrinsic to the process, jointly concerning her and everyone involved in the respective project. The production of a giant umbrella – not just for exhibition purposes but fully functional – doesn’t just require a budget. You also need the technical know-how and the willingness of an umbrella manufacturer (The Big Umbrella, 2003/2004). Know-how was also required to a great extent in the production of an inflatable airplane, its size similar to an ordinary passenger plane. To date, it has been installed in various locations (Plane Landing, 2003 – ongoing).

It’s not just planes, but also rockets that appear time and time again in Aleksandra Mir’s work. For her, it is less about the objects themselves, but rather about the cultural connotation of a civilization that believes in progress and the liberty and independence of the individual. And not least about the phallocentrism of the dominant, western world. This is also the context for one of her earlier actions (First Woman on the Moon, 1999), where she transformed a terrestrial habitat in Holland into a Moon republic, and where she championed herself as the female version of Neil Armstrong.

In 2009, Aleksandra Mir was active at Schirn Kunsthalle. In a large solo exhibition, we showed her work ‘Triumph’, consisting of over 2500 trophies collected in her former home of Sicily, presenting a collective image of many separate, individual stories. ‘Triumph’ can be read as an archive of popular culture of the present. On a personal level, each of these vessels combines the joy of the victorious with the patina of days gone by, and the attempt to preserve these moments. This project is also reminiscent of various notions that Aleksandra Mir amalgamates into a heterogeneous entity. We can almost still hear the applause once awarded for the achievements of an individual or a group coming from the trophies, and that is reflected in a progressive system. And at precisely this moment, the trophies deconstruct this achievement, and are eventually discarded.

action of the artist

www.aleksandramir.info

Mehr Infos, weiterempfehlen und kommentieren

KOMMANDO AGNES RICHTER

3

Für Stephanie Müller, Klaus Erich Dietl und Fabian Zweck ist die berühmteste Patientin aus der Prinzhorn-Sammlung die Galionsfigur für die Besetzung des öffentlichen Raums mit textilen Zeichen.
Agnes Richter hat ihre Anstaltsjacke über und über mit Textfragmenten bestickt. Im Kollektiv mit vielen anderen suchen Müller, Dietl und Zweck den Stadtraum nach neuralgischen Punkten ab und stricken direkt vor Ort und ohne Nadeln um diese herum. Sie setzen textile Zeichen, die in ihrem jeweiligen Kontext verstanden werden sollen und so eine spezielle Position der Street-Art formulieren: Urban Knitting bewegt sich zwischen den Polen Niedlichkeit und Übergriff – das kommando agnes richter lotet die Möglichkeiten in Richtung sozialer und politischer Aktionen aus.

Zur Aktion der Künstler

Stephanie Müller
*1979 in Rosenheim, Studium der Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Sozialpsychologie an der LMU München. Seit 2004 Textilkunstprojekt rag*treasure. Seit 2006 Experimentalmusikprojekt beißpony. Seit Oktober 2009 Aufbaustudium „Bildnerisches Gestalten und Therapie“ an der Akademie der Bildenden Künste München.  September 2010 bis März 2011 Lehrauftrag an der Wiener Universität für angewandte Kunst. Ausgezeichnet mit dem internationalen Modepreis „Baltic Fashion Award“ im Herbst 2005. Im Herbst 2010 ausgezeichnet mit dem ersten Preis beim Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst. Ausstellungen, Installationen und Performances u.a.: Lothringer13/ München; Blackbox im Gasteig/ München; ZKM | Zentrum für Kunst- und Medientechnologie/ Karlsruhe; Zeche Zollverein/ Essen; Museumsquartier/ Wien; Galerie L’Espace Canopy/ Paris;  Alternative Fashion Week/ London; Cineclub Detour/ Rom; SomArts/ San Franciso.

flachware.de

Klaus Erich Dietl
*1974 in Rosenheim, Studium der Malerei und der Kunsterziehung für Gymnasien an der Akademie der Bildenden Künste, München. 2008 bis 2010 Aufbaustudium „Bildnerisches Gestalten und Therapie“ an der Akademie der Bildenden Künste München. Studienbegleitend kunsttherapeutische Projektarbeit mit jugendlichen Flüchtlingen des Qualifizierungsprojekts „Faden-Lauf“, einer Initiative des Caritas Sozialdienstes und des Europäischen Flüchtlingsfonds. Daneben Lehrauftrag an der Wiener Universität für Angewandte Kunst von September 2010 bis März 2011. Künstlerische Projekte und Ausstellungen: DAAD Stipendium für einen Studienaufenthalt in Tokio (1999). Kuration der Gruppenausstellungen „33 Antworten auf keine Frage“ (Galerie in der Kernstraße, Nürnberg/ 2009) und „The Needle and The Damage Done“ (Farbenladen, München/ 2010). Gründer des Kollektivs „kommando agnes richter“ (2009).

flachware.de

 

For Stephanie Müller, Klaus Erich Dietl and Fabian Zweck, this most famous patient of the Prinzhorn Collection is the figurehead for the dressing of the public space with fabrics. Agnes Richter embroidered her hospital jacket all over with text fragments. Collectively with many others, Müller, Dietl and Zweck examine urban spaces for neuralgic points, and then knit around these places, in-situ and without knitting needles. They make a textile statement, to be understood within their respective contexts, thus formulating a specific position of street art: urban knitting moves between cuteness and violation – Kommando Agnes Richter explores the possibilities towards social and political actions.

action of the artists

Mehr Infos, weiterempfehlen und kommentieren

IL-JIN ATEM CHOI FEAT. BECKER SCHMITZ UND HOLGER KURT JÄGER

IL-JIN ATEM CHOI
*1981 in Moers, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main
2001-2006 Studium International Business Studies, Universität Maastricht
Seit 2008 Selbständige Tätigkeit als freischaffender Künstler

 

Il-Jin Atem Choi arbeitet in vielen künstlerischen Projekten an dem, was er eine „zeichnerische Neudefinition des Raumes“ nennt. Mit verschiedenen Techniken nähert er sich spezifischen Räumen und macht diese neu und anders erfahrbar, indem er den dreidimensionalen Raum als zweidimensionale Fläche mit bestimmten Formelementen überzieht. Diese können an Graffitis erinnern, aber auch zarten, zeichnerischen Charakter haben. Die installative Arbeit „Brennstoffzelle“ entstand zuerst 2010 in einer Privatwohnung in Mühlheim an der Ruhr gemeinsam mit Becker Schmitz. Die beiden Künstler kleideten die Wohnung innen komplett mit kleinen gelben Haftnotizzetteln aus, die wie eine schuppige Haut alle Wände überzogen. Die Haftzettel wurden entgegen ihrer eigentlichen Funktion und ohne die normalerweise üblichen individuellen Beschriftungen zum Material für eine Installation, die ein Raumgefühl auf schmalem Grat zwischen Poesie und Klaustrophobie erzeugte. Bei einer Neuauflage der „Brennstoffzelle“ für das Schau Fenster, Schauraum für Kunst in Berlin, machten die Künstler aus der Installation ein Happening, indem sie Besucher einluden, selbst der mühseligen bis meditativen Arbeit des Haftzettel-Klebens nachzugehen.

Il-Jin Atem Chois Zeichnungen erforschen die Möglichkeiten, mit einzelnen Strichen räumliche Dimensionen zu schaffen. Im öffentlichen Raum reichen Il-Jin Atem Chois Arbeiten von subtilen Interventionen – etwa dem kompositorische Auftragen von weißer Sprühfarbe auf die Blätter einer Efeupflanze – bis hin zu großformatigen Wandzeichnungen in leuchtenden Farben.

Zur Aktion der Künstler

www.atemmeta.de

 

BECKER SCHMITZ
*1980 in Moers, lebt und arbeitet im Ruhrgebiet
2010 Abschlussprüfung und Meisterschüler bei Wolfgang Hambrecht und Stephan-Paul Schneider
Akademiestipendium Fadbk Essen 2008/09/10
2007-2010 Atelierstipendium der Stadt Oberhausen
2010-2013 Atelierstipendium der Stadt Oberhausen und Ludwig Galerie Schloss Oberhausen

www.beckerschmitz.com

 

HOLGER KURT JÄGER
*1979 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Düsseldorf und Oberhausen
2010 Abschlussprüfung und Meisterschüler Stephan-Paul Schneider
2005-2010 Kunststudium und Stipendium an der Fadbk Essen
2004 Atelierstipendium Sandberg, Stockholm

www.holgerkurtjaeger.de

 

IL-JIN ATEM CHOI
*1981 in Moers, lives and works in Frankfurt/Main
2001 – 2006 International Business Studies, University of Maastricht
since 2008 freelance artist

 

Many of Il-Jin Atem Choi’s projects deals with what he terms a ‘graphic redefinition of space’. He approaches specific spaces using various techniques, and alters their appearance by treating a three-dimensional space like a two-dimensional surface, covering it with specific form elements. These might be reminiscent of graffiti, yet they might also display an ephemeral, graphic quality. In 2010, he created the installative work ‘Brennstoffzelle’ in a private apartment in Mühlheim an der Ruhr, together with Becker Schmitz. The two artists used small yellow post-it notes to cover the walls, giving the appearance of scaly skin. Contrary to their proper use and without the customary individual inscriptions, the post-it notes became the material for an installation creating a sense of space both poetic and claustrophobic in nature. A remake of ‘Brennstoffzelle’ for Schau Fenster, Schauraum für Kunst in Berlin, the artists turned the installation into a happening by inviting the viewer to engage in the arduous, and at times meditative work of post-it note sticking.

Il-Jin Atem Choi’s drawings explore the possibility of creating special dimensions using individual lines. Within the public space, Il-Jin Choi’s works range from subtle interventions – like the application of white paint onto the leaves of an ivy plant – to large format wall-drawings in luminous colors.

Action of the artist

www.atemmeta.de

 

BECKER SCHMITZ
*1980 in Moers, lives and works in the Ruhr region
2010 final exams and ‘Meisterschüler’ of Wolfgang Hambrecht and Stephan-Paul Schneider
2008/9/10 scholarship at Freie Akademie der bildenden Künste, Essen
2007 – 2010 Artist-in-Residence Oberhausen
2010 – 2013 Artist-in-Residence Oberhausen and Ludwig Gallery Schloss Oberhausen

www.beckerschmitz.com

 

HOLGER KURT JÄGER
*1979 in Düsseldorf, lives and works in Düsseldorf and Oberhausen
2010 final exams and ‘Meisterschüler‘ of Stephan-Paul Schneider
2005 – 2010 student and scholarship at Freie Akademie der bildenden Künste, Essen
2004 Artist-in-Residence Sandberg, Stockholm

www.holgerkurtjaeger.de

Mehr Infos, weiterempfehlen und kommentieren

SAN KELLER

*1971 in Bern, lebt und arbeitet in Zürich
1997 – 1998 Weiterbildungsklasse Bildende Kunst, Schule für Gestaltung Bern
1998 – 2001Studienbereich Bildende Kunst, Schule für Gestaltung Zürich

 

Keller bezeichnet sich selbst gerne als „Dienstleistungskünstler“. So bot er im Jahr 2000 mit der Arbeit „San Keller schläft an Ihrem Arbeitsplatz“ den Auftraggebern an, an ihrem Arbeitsplatz zu schlafen, während diese arbeiten. Der Lohn für das Schlafen wurde dabei mit dem durchschnittlichen Tageslohn des Arbeitenden in Kongruenz gesetzt. Die Frage nach dem Wert einer Tätigkeit und der emotionalen Verbindung zu Themen wie „Gehalt“ und „Bezahlung“ zieht sich durch Kellers Arbeiten. Für die Aktion „Mein Kontostand“, die er in diesem Jahr für eine Ausstellung im Kunsthaus Baselland durchführte, veröffentlichte er während der Kunstmesse Art Basel täglich den aktuellen Stand seines Girokontos und druckte diesen in großer Schrift auf Tischsets, die in ausgewählten Restaurants und Wirtshäusern unter die Teller geschoben und dort auch vom Künstler selbst benutzt wurden. „Mein Kontostand“ ist nicht nur ein ironischer Kommentar auf die Mechanismen des Kunstbetriebs, sondern spielt auch mit dem „Veröffentlichen“ eines Tabus, nämlich dem demonstrativen Zeigen des privaten Kontostands, der – gerade bei einem Künstler – doch massiven Schwankungen ausgesetzt und nicht selten vom Absturz bedroht ist.

Ein Vorläufer der Aktion „Markt der Freiwilligen“, die San Keller für Playing the City 3 entwickelt hat, ist „Kiosk (Temporärer Idealismus)“ von 2010. Auch diese Arbeit beschäftigt sich mit einer Markt- bzw. Handelssituation und fragt nach der Wirtschaftlichkeit künstlerischer Arbeit und damit verbundenen Klischees (entweder vom Künstler als Mitglied eines romantisierten Prekariats oder vom Künstler als einem, der im wahrsten Sinne des Wortes aus Dreck Gold machen kann). Keller stellte Künstlern eine Woche lang einen Kiosk zur Verfügung, um dort ein selbst gewähltes Buch zu verkaufen. Der Kiosk hatte jeweils nur so lange geöffnet, bis dieses Buch verkauft war. Kaufen, Verkaufen, Handeln sind Vorgänge, die wir täglich ausführen und die für uns gewöhnlich geworden sind – Kellers Kiosk macht daraus ein einmaliges Ereignis, das nicht wiederholt werden kann und so den Charakter einer Versuchsanordnung erhält. Wie unter einem Brennglas lässt sich der singuläre Moment beobachten, in dem ein Ding vom Besitzer entlassen wird und seine Zugehörigkeit ändert, um einem anderen zu gehören.

Zur Aktion des Künstlers

www.museumsankeller.ch

 

*1971 in Bern, lives and works in Zurich
1997 – 1998 further education Fine Art, Schule für Gestaltung, Bern
1998 – 2001 student of Fine Art, Schule für Gestaltung, Zurich

 

Keller likes to call himself a ‘Service-Artist’. With his work ‘San Keller schläft an Ihrem Arbeitsplatz’ (‘San Keller sleeps at your workplace’), 2008, Keller offered his clients to sleep at their place of work while they are at work. The wages for sleeping were congruent with the average daily wage of the worker. The notion of the value of an occupation, and the emotional connection with the issue of ‘salary’ and ‘pay’ is present in many of Keller’s works. For the action ‘Mein Kontostand’ (‘My account balance’), carried out for an exhibition at Kunsthaus Baselland this year, he published his account balance daily during the Art Basel, printing it in large script onto table sets. In selected restaurants, these were pushed under plates, where the artist also used them. ‘Mein Kontostand’ not only works as an ironic statement about the mechanisms of the art world, but also addresses the ‘publishing’ of a taboo, namely the demonstrative display of one’s private account balance, which – in the case of artists – is often subject to massive fluctuations, and is at times close to crashing.

A precursor to the action ‘Markt der Freiwilligen’ (‘Market of the Volunteers’), developed by San Keller for ‘Playing the City 3’, is ‘Kiosk (Temporärer Idealismus)’ (‘Kiosk (Temporary Idealism)’), 2010. This work also deals with a market or trade situation, und explores the economic merit of artistic work as well as the clichés attached to it (the stereotype of an artist as a member of a romanticized precariate, or as someone who has the Midas touch, turning everything they touch into gold). Keller provided artists with a kiosk for one week to sell a book of their choice. The kiosk remained open only until that book had sold. Buying, selling and trading are transactions we undertake on a daily basis, we have become accustomed to them – Keller’s Kiosk turns it into a unique event that cannot be repeated and thus maintains the character of a controlled experiment. As if seen through a magnifying glass, we are able to observe the very moment an item is released by its owner, and changes its affiliation to belong to someone else.

action of the artist

www.museumsankeller.ch

Mehr Infos, weiterempfehlen und kommentieren