
*1978 in Ankara, Türkei, lebt und arbeitet in Frankfurt, Deutschland
1998 Faculty of Fine Arts, Hacettepe University Ankara, Türkei
1999 Akademie für Bildende Künste Mainz, Klasse Ansgar Nierhoff
2003 Akademie der Bildenden Künste Wien, Klasse Heimo Zobernig und Harun Farocki
Ausgewählte Ausstellungen:
2011 ,, Soft City “, Projekt in public space, Istanbul, Türkei
2010 „ km 500/ 3 “, Kunsthalle Mainz
2010 „Spectacle à deux minutes! “, project room Basis e.V. Frankfurt am Main
2009 „ spectacle “, performance in Concert arena, Cite Internationale des Arts, Paris
2008 „ Stadt Macht Kunst “, a7 .ausstellungen, Hannover
2007 „ In Between Zone“, Contemporary Art Provider, IMPEX. Budapest, Ungarn
Die Arbeiten des in der Türkei aufgewachsenen Künstlers Levent Kunt handeln vom Raum. Sein Interesse ist in erster Linie auf den öffentlichen Raum gerichtet und gilt der Verstärkung dessen, was diesen Raum strukturiert oder ihn durch Eingriffe verändert. Ein aus roten Pfeilen bestehendes Leitsystem, das ausschließlich den Außenraum, die Straßen außerhalb des Ausstellungsraums, markiert und die Menschen zu diesem Ausstellungsraum hinführt, verweist sowohl auf das Zeichen als auch auf das Bezeichnete, auf sich selbst und auf das, was es selbst nicht ist, das Andere. Ähnlich paradox präsentiert die Arbeit “Dönerbuden” (2002-08) die in den Städten Mainz und Hannover verteilten Gastronomien gleichen Namens anhand von kartographisch auf der Wand angebrachten Farbfotografien der von außen sichtbaren Fassaden. Eine individuelle Stadtkarte, eine Sichtbarmachung migrantischer Bewegungen, ein Bild bloß, jedoch nichts zu essen. Davon reichlich besaß der “Kaugummiautomat” (2002), dessen Rad der Künstler so lange drehte, bis der Automat nichts mehr ausspuckte, der Platz vor dem Taschengeldschlucker mit bunten Kügelchen übersät war und sich in ein aleatorisches, tachistisches Gemälde verwandelte. In den Pariser Straßen, während eines Stipendiums, vernahm Levent Kunt immer wieder die Mitteilung “Spectacle à deux minutes”, die die bald zu sehende Performance der Straßenkünstler ankündigte. Aus aufgelesenen Gegenständen und billigen Produkten, wie Eimern, Topfdeckeln und Wäschekörben, schuf der Künstler schließlich ein Schlagzeug, das die fremden und akustisch wenig ausgereiften Materialien zusammenführte und von einem professionellen Musiker anlässlich eines Konzerts im Ausstellungsraum domestiziert wurde.
*1978 in Ankara, Turkey, lives and works in Frankfurt, Germany
1998 Faculty of Fine Arts, Hacettepe University Ankara, Turkey
1999 Akademie für Bildende Künste Mainz, under Ansgar Nierhoff
2003 Akademie der Bildenden Künste Vienna, under Heimo Zobernig and Harun Farocki
Selected exhibitions:
2011 ,, Soft City “, Project in public space, Istanbul, Turkey
2010 „ km 500/ 3 “, Kunsthalle Mainz
2010 „Spectacle à deux minutes! “, project room Basis e.V. Frankfurt/Main
2009 „ spectacle “, performance in Concert arena, Cite Internationale des Arts, Paris
2008 „ Stadt Macht Kunst “, a7 .ausstellungen, Hanover
2007 „ In Between Zone“, Contemporary Art Provider, IMPEX. Budapest, Hungary
The work of Levent Kunt, who grew up in Turkey, is about space. He is mainly interested in public space, essentially its structures and changes caused by interventions. A guidance system in the streets around the exhibition, consisting of red arrows guiding viewers to the exhibition, draws reference to the sign or mark, as well as the demarcation, hence itself. It also refers to what is not, as it were, to the other. Similarly paradoxical is the work ‘Dönerbuden’ (2002 – 2008), presenting food outlets of the same name in Mainz and Hannover, by means of a cartographic arrangement of photos of the outside facades. A customized street-map, a visualization of migrant movement, an image, yet nothing to eat. ‘Kaugummiautomat’ (2002) had plenty to chew on. The artists turned the dispensing wheel until all the chewing gums had fallen out, the space in front now strewn with brightly colored pellets, turning it into an aleatory, tachist painting. Whilst on a residency in Paris, Levent Kunt often heard the announcement ‘Spectacle à deux minutes’, advertising the imminent performance of a street artist. Using found objects and cheap items, such as buckets, pan lids and laundry bins, Kunt eventually built a drum kit, consolidating the strange and acoustically crude materials. In the end, a professional musician tamed the instrument during a concert at the exhibition.
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