SILKE EVA KÄSTNER

*1971 in Bühl/Baden, Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland
1998-2004 Akademie der Künste Karlsruhe, Glasgow School of Art, Diplom an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee
2004 Meisterschülerin bei Katharina Grosse
2008 Night School, New Museum, New York

 

Silke Eva Kästners Arbeiten nehmen die monochrome Malerei zum Ausgangspunkt, setzen diese aber den Einwirkungen spezifischer Orte sowie den Veränderungen durch Besucher und Passanten aus. In Anlehnung an Brian O’Dohertys Überlegungen zum White Cube versteht Kästner die Wand des Ausstellungsraums als Membran, welche Austauschvorgänge mit dem Außenraum zulässt. Sie geht noch einen Schritt weiter, wenn sie, wie in der Arbeit „Cusec“, die Straße zum gleichzeitigen Ort des Produzierens und Zeigens von Kunst macht, die Passanten in diesen Prozess einbindet und den öffentlichen Raum ungehemmt bespielt, als handele es sich um eine ungestörte, private Nische für künstlerisches Schaffen.

Mit verschiedenen Arbeiten, sowohl im Innen- als auch im Außenraum, aktiviert Kästner das ästhetische Vermögen und das individuelle Farbempfinden jedes einzelnen. So besitzt zum Beispiel ihre Arbeit „Interference“ (2009) insofern partizipatorischen Charakter, als die Besucher hier zufällig angeordnete, farbige Papiere im Raum verschieben, entfernen oder hinzufügen konnten. Die so entstehenden Farbbewegungen und Farbkonstellationen vollzogen sich ohne die Künstlerin und konnten von ihr nicht mehr beeinflusst werden.

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*1971 in Bühl/Baden, Germany, lives and works in Berlin, Germany
1998 – 2004 Akademie der Künste Karlsruhe, Glasgow School of Art, graduated from Berlin Weissensee School of Art
2004 ‘Meisterschülerin’ of Katharina Grosse
2008 Night School, New Museum, New York

 

Silke Eva Kästner’s works have their starting point in monochrome painting, though they have been subjected to the influences and effects of specific sites, as well as changes caused by viewers and passers-by. Following Brian O’Doherty’s deliberations on the White Cube, Kästner considers the wall of an exhibition space a membrane, allowing for a process of interchange with the outside space. In works like ‘Cusec’, she goes one step further by turning the street into a place for simultaneously producing and showing art that involves passers-by in the process and uses the public space with as much ease as if it were a private corner for untroubled artistic creation.

Kästner activates the aesthetic capacity and individual sense of color of every participant. Her work ‘Interference’ (2009), for instance, is inherently participatory, in as much as it enabled the viewer to change, remove or add randomly distributed colored pieces of paper within a space. The resulting movements and constellations of color happened without the artist, and were beyond her control.

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